CED Selbsthilfegruppe 
Sundern - Arnsberg

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© CED Selbsthilfegruppe 
Sundern - Arnsberg 2005 

Der Reizdarm ( Colon irritable)

Das Reizdarmsyndrom (RDS), eine der häufigsten Erkrankungen in der Gastroenterologie, ist eine Funktionsstörung des Verdauungstrakts.

Die Ursache des Reizdarmsyndroms ist bisher noch nicht geklärt. Man geht davon aus, das ein großer Teil der Reizdarm-Beschwerden durch eine Beweglichkeitsstörung ( Motilitätsstörung ) der Muskulatur des Darms bedingt ist.
Weitere Faktoren sind falsche Ernährungsgewohnheiten ( z.B. ballaststoffarme und sehr fettreiche Kost), eine erbliche Veranlagung, Störung der Immunabwehr und Medikamente. Stress und Konfliktsituationen könne die Erkrankung beeinflussen.
Betroffene leiden mitunter sehr unter dem Reizdarmsyndrom  weil das Allgemeinbefinden stark beeinträchtigt ist.

Um anderen Erkrankungen wie chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Darmkrebs, Nahrungsunverträglichkeit oder einen Darminfekt auszuschließen sind verschiedene Untersuchungen nötig:

  • Laboruntersuchungen
  • Untersuchungen des Stuhls auf Blut, Bakterien oder Parasiten
  • Ultraschalluntersuchungen des Bauches
  • Endoskopische Untersuchungen des Mastdarms und Dickdarms
  • Laktosebelastungstest
  • Röntgenuntersuchungen des Dünndarms
  • Psychosomatische Untersuchungen

Die Symptome beim Reizdarm sind Stuhlunregelmäßigkeiten, Blähungen sowie das Gefühl das der Bauch stark überbläht und gespannt ist.
Schmerzen im Ober und Unterbauch die krampfartig auftreten können. Verstopfung und Durchfall treten oft im Wechsel auf. Häufig findet sich Schleimbeimengungen im Stuhl.

Wie behandelt man das Reizdarmsyndrom?

Eine dauerhafte Heilung ist bisher nicht möglich. Es können gegenwärtig nur die Beschwerden gelindert werden.
Diese Behandlung umfasst eine medikamentöse Therapie, eine Diät und ggf. eine psychotherapeutische Behandlung.

Das Reizdarmsyndrom ist nicht gefährlich. Die Beschwerden können allerdings ein Leben lang auftreten und die Lebensqualität so beeinträchtigen das Betroffene eventuell früh berentet werden.

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